25 Jahre RIGK – 25 Jahre Kunststoffrecycling

Wie schnell die Zeit doch vergeht! In diesem Jahr gibt es bei der RIGK Anlass zu feiern – 25 Jahre arbeitet RIGK nun schon im Zeichen des Kunststoffrecyclings. In diesem Vierteljahrhundert ist viel passiert. Nach einem langen und bestimmt auch oft nicht einfachen Weg ist das Kunststoffrecycling in der Gesellschaft angekommen. Deponien sind aus dem Landschaftsbild verschwunden und Recyclingprodukte führen kein Nischendasein mehr. Und nach zahlreichen Novellen wird die Verpackungsverordnung abgelöst vom Verpackungsgesetz.

Das Jubiläum bietet eine gute Gelegenheit, einmal in aller Ruhe zurück zu schauen: Wie war das damals? Nun, wo das Verpackungsgesetz beherrschendes Thema in der Branche ist, geht der Blick fast automatisch zurück in die frühen 1990er Jahre, als durch die Verpackungsverordnung das Recycling in Deutschland erstmals forciert wurde. Dies war auch die Geburtsstunde der RIGK.

Da war sie nun: 1991 wurde die Verpackungsverordnung verabschiedet, um den wachsenden Müllbergen Einhalt zu gebieten. Sie verpflichtete erstmals die Wirtschaft dazu, Verpackungen zurückzunehmen und bei deren Verwertung mitzuwirken. Auch Industrie und Gewerbe mussten Rücknahmesysteme schaffen und so beschlossen Kunststofferzeuger und ‑verarbeiter die Gründung der „Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen“ – kurz: RIGK.
Ende 1992 ging es dann endlich los: Die RIGK – damals noch am Standort Bad Homburg – nahm ihre operative Arbeit auf mit dem RIGK-SYSTEM für Verpackungen schadstofffreier Füllgüter. Weitere Rücknahmesysteme folgten – nach Industrie und Gewerbe schloss sich auch die Landwirtschaft bei den Dienstleistungen der RIGK an.

Die ersten Jahre: Hohe Kosten – wenige Rücknahmestellen

In den ersten Jahren war vor allem Überzeugungsarbeit gefragt. Die Lizenzgebühren für die Kunden waren verglichen mit heute hoch und die Infrastruktur von Annahmestellen und Recyclinganlagen noch schwach. Die zurückgenommenen Packmittelmengen waren ebenfalls noch gering und die Entwicklung von Technologien fürs Kunststoffrecycling steckte noch in den Kinderschuhen. Doch mit Fortschreiten von Technologie, der besseren Verfügbarkeit von Verpackungsmaterialien und nicht zuletzt der wachsenden Nutzerkreise sanken die Lizenzpreise.

Da die RIGK von jeher keine Gewinne generieren muss, wurden diese Preissenkungen stets an die Kunden weitergegeben. So konnten die Lizenzbeiträge bei manchen Verpackungen in den ersten zehn Jahren bereits um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Seit 2005 sind die Lizenzkosten bei der RIGK stabil auf niedrigem Niveau.
Das Bewusstsein für Wiederverwertung setzte sich allmählich in den Köpfen fest und so stieg im gleichen Zuge die Zahl der Zeichennutzer bei der RIGK. Auch das Sammelstellennetz für die Verpackungen dehnte sich mehr und mehr aus.

Teamwork in acht Systemen und zwei Tochtergesellschaften

Entsprechend ihres wachsenden Kundenkreises wuchs natürlich auch die RIGK-Familie: Gestartet mit 2 Mitarbeitern, arbeiten bei RIGK deutschlandweit heute 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit 2010 hat sich das RIGK-Team verdoppelt.
Auch die Palette der Rücknahmesysteme hat sich stetig erweitert – heute betreut RIGK in insgesamt acht Systemen deutschlandweit die Rücknahme von restentleerten Verpackungen und Folien aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft.

Eine weitere große Rolle im Unternehmen spielen der Handel mit Kunststoffen und die internationale Beratung. So nahm RIGK projektbezogene Beratertätigkeiten in Kanada und Russland wahr. In Rumänien und Chile gründete RIGK zwei Tochtergesellschaften. Diese unterstützen die Implementierung von Recyclingsystemen in den jeweiligen Ländern.

National und international vernetzt in der Branche ist RIGK über die Mitgliedschaften in mehreren Organisationen, darunter die Brancheninitiative Produktverantwortung (BiPv) und EPRO (European Plastics Recycling Organisation), mit der RIGK kürzlich zum zweiten Mal erfolgreich das Internationalen Recyclingforum Wiesbaden ausgerichtete.

Ausblick – neue Herausforderungen

Nun, im Jubiläumsjahr der RIGK, erhält auch das Verpackungsrecycling neue Impulse von politischer Seite. Wie vor 25 Jahren wird das neue Verpackungsgesetz Veränderungen für die Rücknahme und Verwertung auch von Kunststoffen mit sich bringen. Das bedeutet neue Herausforderungen, aber auch einen weiteren Schritt zugunsten der Umwelt.

Diese Neuerung bedeutet, dass die Arbeit der RIGK gesellschaftlich zunehmend wichtiger wird und die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen weiter steigt. Nach diesen ersten 25 erfolgreichen Jahren wird sich RIGK nicht auf ihren bisherigen Leistungen ausruhen. Die neuen Ziele für die kommenden Jahre sind bereits gesetzt.
Zu diesen Zielen gehört die Sicherung der guten wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der Kundenzufriedenheit in den etablierten Systemen PAMIRA, RIGK, RIGK-G und BEIZE. Die Systeme SCAPA (Rumänien), ERDE, FOLIO & NETTI, PICKUP und PRE werden weiter ausgebaut.
Mit dem Internationalen Recyclingforum Wiesbaden, soll langfristig einen Branchentreff etabliert werden, der alle an einen Tisch bringt.

Denn damit diese Aufgaben und Herausforderungen gut gemeistert werden können, ist Teamarbeit gefragt. Alle Stakeholder sind aufgefordert die Abkehr von der linearen Ökonomie, bei der das nach dem Gebrauch in den Produkten verbleibende Potenzial ungenutzt bleibt, hin zur Kreislaufwirtschaft noch stärker als bisher in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu rücken.

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25 Jahre RIGK – 25 Jahre Kunststoffrecycling

25 Jahre arbeitet RIGK nun schon im Zeichen des Kunststoffrecyclings. In diesem Vierteljahrhundert ist viel passiert.

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