Eine Zeitung, Kaffeetasse und eine Brille auf einem Tisch

10. Februar 2018

PAMIRA BEIZE – Der „kleine“ Systembruder in der Rücknahme Pflanzenschutzmittelverpackungen

Beizmittel schützen Pflanzen sehr effizient vor Pilzen und Schädlingen. Die Wirkstoffe haften direkt am Saatgut. Aber nach dem Gebrauch: Was geschieht mit den leeren Beizverpackungen? Die Antwort gibt PAMIRA BEIZE – Der „kleine“ Systembruder in der Rücknahme von Pflanzenschutzmittelverpackungen.

Klein insofern, dass bei PAMIRA BEIZE „nur“ rund 60 Tonnen pro Sammlung zurückgenommen werden. Gegenüber PAMIRA mit rund 3000 Tonnen überschaubar. Aber von der Vorbereitung über Planung und operativer Umsetzung bis zur abfallrechtlich – lückenlosen Dokumentation gibt es jede Menge Anforderungen zu meistern.

Stefan Dauth, Betriebsstellenleiter der Raiffeisen Waren Zentrale (RWZ) in Friedberg unterstützt seit Jahren die Beizfässer Sammlung und Verwertung von Systembetreiber RIGK.

PAMIRA BEIZE 2018 steht bereits in den Startblöcken: Ende November wurden 800 potentielle Beizbetriebe über den Ablauf informiert. Rund 400 Beizbetriebe, Händler und Saatguthersteller haben Beize Verpackungen bereits angemeldet. Einer davon ist die Raiffeisen Waren Zentrale (RWZ) in Friedberg. Inmitten der „goldenen Wetterau“ gelegen, einer der fruchtbarsten Ackerbau Regionen in Deutschland. Beizmittel spielen hier eine bedeutende Rolle. Und an dem RWZ Standort fallen sehr viele Beizfässer an. Stefan Dauth ist der Betriebsstellenleiter und erläutert im Gespräch mit RIGK REPORTER im Januar 2018, dass man nun schon seit 10 Jahren bei PAMIRA BEIZE dabei sei. Diesmal hat er 86 mal 50 Liter und 17 mal 200 Liter Fässer gemeldet. Plus einige kleinere Beize Kanister. Die können auch bei den PAMIRA Sammlungen abgegeben werden. Aber eben nur, wenn keine Reste mehr enthalten sind. Und das ist nicht immer der Fall. Hier wird einer der wesentlichen Unterschiede zu PAMIRA deutlich: Beize Verpackungen enthalten oft noch geringe Wirkstoff- und Spülreste. Daher werden sie getrennt zu PAMIRA zurückgenommen. Recycling scheidet aus. Anstelle dessen geht nur die Verbrennung in speziell dafür zugelassenen Anlagen. Und müssen daher abfallrechtlich dokumentiert werden als „Verpackung schadstoffhaltiger Füllgüter“. Das bedeutet, dass alle Rücknahmen mit Rücknahmeprotokollen dokumentiert werden und Genehmigungen zu beachten sind.

Wie geht es nach Vorbereitung und Planung 2018 weiter? In der ersten Märzwoche stehen wieder die Anlieferungen an. Das sind rund 200 Anmelder, die ihre Verpackungen mit dem Protokoll an 35 Sammelstellen bringen. Die Annahme ist für die Abgeber kostenlos. Vorausgesetzt, die Kriterien werden eingehalten: Restentleert, verschlossen, außen sauber und lesbares Etikett. Das erfahrene Fachpersonal ist angehalten, streng aber mit Augenmaß zu kontrollieren. Finanziert wird die Rücknahme und Verwertung durch die Abfüller und Vertreiber von Beizmitteln.

Zurück zur anstehenden Abholung in Friedberg. Stefan Dauth äußert sich zufrieden über die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems: „Als Beizmittelhändler sehen wir klar unsere Mitverantwortung. Das heißt konkret: Wir sammeln bei unseren Kunden und stellen die Fässer zentral in unserem Lager bereit. Vorm Regen geschützt und auf Paletten geschrumpft. Das ist für uns partnerschaftliche Zusammenarbeit“.
Fazit: Was mit ersten Pilotprojekten vor 15 Jahren begann, ist heute Standard und wird bei PAMIRA BEIZE Kunden geschätzt. Oder mit anderen Worten gesagt: Der „kleine“ Systembruder in der Rücknahme von  Pflanzenschutzmittelverpackungen hat sich durchgesetzt.

Weitere Informationen:

Thomas Neck, System Manager Beize
T: +49 611 308600-29
neck(at)rigk.de
Weitere Informationen BEIZE