Klimabilanz
Umweltauswirkungen
Die Kunden unserer fünf Rückführungssysteme RIGK-SYSTEM, RIGK-G-SYSTEM, PAMIRA, VerenA und RIGK-PICKUP erhalten von uns Klimaschutzzertifikate als Zeichen der Anerkennung für einen aktiven Umweltschutz und gelebte Produktverantwortung. Grundlage dafür ist die Klimabilanz dieser Systeme. Doch was genau steckt hinter diesem Begriff?
Treibhausgasemissionen und ihre Klimawirkung
Zur Erstellung der Klimabilanz werden zunächst alle relevanten Treibhausgasemissionen innerhalb der definierten Systemgrenzen erfasst und ihre potenzielle Klimawirkung in CO2-Äquivalenten bestimmt. Die methodische Grundlage dafür bildet die Ökobilanz. Die Ökobilanz ist ein Verfahren, mit dem die Umweltauswirkung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen über ihren Lebensweg hinweg erfasst und bewertet werden. Dabei werden insbesondere Material- und Energieeinsatzverbrauch sowie Emissionen in Wasser, Boden und Luft analysiert. Während eine vollständige Ökobilanz verschiedene Umweltwirkungen betrachtet, wird im Rahmen der Klimabilanz ausschließlich die Wirkung auf das Klima untersucht.
Dabei wird zwischen zwei Grundsätzen unterschieden: Die medienübergreifende Betrachtung berücksichtigt alle relevanten potenziellen Schadwirkungen auf die Umweltmedien Boden, Luft, Wasser. Die stoffstromintegrierte Betrachtung hingegen berücksichtigt alle Stoffströme, die mit dem betrachteten System verbunden sind: Rohstoffeinsätze und Emissionen aus Vor- und Entsorgungsprozessen, aus der Energieerzeugung sowie aus Transporten und anderen Prozessen.
Die Ergebnisse der Ökobilanz werden für eine nachhaltigere Produktion genutzt werden, spielen aber auch eine Rolle bei der Bewertung von Produkten, wie zum Beispiel bei der Vergabe von Umweltlabels und Umweltkennzeichen oder bei Fragestellungen zur Verpackungsverordnung.
Normen zur Ökobilanzierung
Die Grundsätze und Regeln zur Durchführung von Ökobilanzen wurden in ISO-Standards international festgelegt und in das deutsche Normenwerk übertragen mit der DIN EN ISO 14040 und der DIN EN ISO 14044. Danach umfasst die Ökobilanz vier Elemente: Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung und Auswertung. Die ISO-Standards sowie deren Methoden werden kontinuierlich unter Beteiligung des Umweltbundesamts weiterentwickelt und fortgeschrieben.
Ökobilanz und Stoffstromanalyse
Die Stoffstromanalyse ist ein Verfahren, um Stoff- und Materialströme zu erfassen, die mit bestimmten Produkten, Verfahren, Dienstleistungen verbunden sind – oder sogar mit ganzen Bedürfnisfeldern wie zum Beispiel Bauen und Wohnen, Mobilität oder Ernährung. Im Gegensatz zur Ökobilanz ist die Stoffstromanalyse nicht international genormt. Deshalb existieren zahlreiche Methoden, die je nach Fragestellung, Erkenntnisinteresse und Untersuchungssystem sehr unterschiedlich sein können.
Wie sich Stoffstromanalysen von Ökobilanzen unterscheiden? Die Abgrenzung ist nicht immer eindeutig möglich aufgrund der ähnlichen Erfassungsmethoden. Vereinfacht gesagt, stehen bei Stoffstromanalysen eher die Mengen und Wege der Stoff-, Material- und Energieflüsse eines Systems im Vordergrund. Bei Ökobilanzen werden hingegen auch die mit diesen Flüssen verbundenen Umweltwirkungen betrachtet und bewertet.