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06. März 2026

RIGK und GCR Plastic Solutions treiben Recycling für Industrieverpackungen auf hohem Qualitätsniveau in Europa voran

März 2026 – RIGK GmbH und GCR Sustainable Plastic Solutions  starten eine strategische Kooperation, um ein fortschrittliches Recyclingpilotprojekt für Industrieverpackungen durchzuführen. Ziel ist es, Verpackungen aus dem deutschen PAMIRA-System und dem branchenspezifischen GVÖ-System in hoher Qualität, mit maximaler Rückverfolgbarkeit und Sicherheit für technische Anwendungen wieder in den Produktionskreislauf zu überführen.

Auf dem Foto während der Tests in den GCR-Anlagen: Markus Dambeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der RIGK GmbH, und Santiago Sans, Industrial and Innovation Director bei GCR. © GCR / RIGK

RIGK gehört zu den führenden Anbietern kollektiver Rücknahmesysteme im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) in Deutschland und arbeitet nach den Vorgaben des Verpackungsgesetzes. Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit großen Chemieunternehmen wie BASF, DOW, LANXESS, LyondellBasell oder Evonik. Gemeinsam mit der Industrie betreibt RIGK Rücknahme- und Recyclinglösungen für Industrie-, Gewerbe- und Agrarverpackungen – darunter PAMIRA, das branchenspezifische System für gebrauchte Pflanzenschutz- und Flüssigdüngerverpackungen. Die Systeme zeichnen sich durch hohe Rücknahmeraten, standardisierte Vorreinigungsprozesse und umfassende Rückverfolgbarkeit aus – ebenso wie das der GVÖ (Gebinde-Verwertungsgesellschaft der Mineralölwirtschaft mbH), ein eigenständiger branchenspezifischer Systembetreiber für Schmierstoffverpackungen. Für das Recyclingpilotprojekt stellen RIGK (über PAMIRA) und GVÖ einen kontrollierten Sammel- und Vorbereitungsrahmen bereit, der hohe Rückverfolgbarkeit an der Quelle sowie eine gleichbleibend hohe Inputqualität gewährleistet.

Die Tests wurden in einer der modernsten mechanischen Recyclinganlagen Europas bei GCR Plastic Solutions durchgeführt. Die Anlage ist Teil eines strategischen Investitionsprogramms in Höhe von 100 Millionen Euro, das darauf abzielt, die Anforderungen der kommenden EU-Verpackungsverordnung (PPWR) frühzeitig zu berücksichtigen und die langfristige Ausrichtung auf industrielles Recycling auf hohem Qualitätsniveau zu unterstreichen. Im Rahmen des Projekts kamen modernste Technologien zum Einsatz, darunter Heißwäsche, fortschrittliche Sortiersysteme und Extrusionstechniken, ergänzt durch Verstärkungszusätze und hocheffiziente Geruchsreduktionssysteme. Ziel war es, das recycelte Material sicher wieder in den Produktionskreislauf einzuführen und echte Kreislauffähigkeit zu ermöglichen – ohne Risiko unerwünschter Wechselwirkungen mit Reststoffen aus den ursprünglichen Verpackungsströmen.

Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen der PPWR und der wachsenden Verantwortung der Verpackungshersteller wurden hochkomplexe und kostenintensive Prozesse umgesetzt, um höchste Qualität, Konsistenz und Sicherheit zu gewährleisten. Diese fortschrittlichen Behandlungsschritte sind entscheidend, damit komplexe Post-Consumer-Industrieverpackungen die strengen technischen und regulatorischen Anforderungen für neue Kreislaufanwendungen erfüllen.

Unterstützt wurde das Projekt durch die Innovation Division von GCR, ein spezialisiertes technisches Team mit 58 Experten und umfassender Laborinfrastruktur. Neben der detaillierten Materialanalyse – inklusive mechanischer Prüfungen, Rheologie und Kontaminantenanalyse – kann die Einheit Produktionsprozesse der Kunden im Pilotmaßstab simulieren. So lässt sich nicht nur die Materialreinheit und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben validieren, sondern auch die industrielle Leistungsfähigkeit unter realen Einsatzbedingungen prüfen. Die GCR-Anlagen sind zudem mit hochmodernen Gas- und Flüssigphasenchromatographen ausgestattet, die eine präzise Analyse der recycelten Pellets ermöglichen. Dadurch konnte die Reinheit des Materials, flüchtige Stoffe und mögliche Kontaminationen umfassend geprüft werden, was das Vertrauen von Verarbeitern und Markeninhabern in verlässliche Kreislaufrohstoffe stärkt.

Nach erfolgreicher Validierung des Prozesses und der Materialqualität haben mehrere führende europäische Verpackungshersteller signalisiert, dass sie die Anforderungen der PPWR proaktiv antizipieren und die recycelten Materialien nach vollständiger technischer und qualitativer Prüfung schrittweise in ihre Produktion integrieren werden. Das Projekt verfolgt das Ziel, der europäischen Industrie Sicherheit, Vertrauen und Zuverlässigkeit zu geben, indem bestätigt wird, dass komplexe Verpackungsströme mit robusten technischen, analytischen und rückverfolgbaren Prozessen wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können – im Einklang mit den Zielen der kommenden europäischen Verpackungsverordnung.

Die Versuche fanden Ende Februar in den GCR-Anlagen statt und wurden von Markus Dambeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der RIGK GmbH, begleitet. Dies unterstreicht die technische Relevanz des Projekts für den deutschen Industrieverpackungssektor. Innerhalb von zwei Tagen wurden intensive Wasch-, Trenn- und Analyseschritte durchgeführt, um die Qualität des recycelten Materials zu validieren.

„Dieses Projekt ist ein entscheidender Schritt, um zu zeigen, dass komplexe Industrieabfälle, wenn sie bereits an der Quelle richtig behandelt werden, zu hochwertigem Recyclingmaterial auf hohem Qualitätsniveau mit vollständiger analytischer Kontrolle und Rückverfolgbarkeit werden können“, erklärt Santiago Sans, Industrial and Innovation Director bei GCR. Markus Dambeck ergänzt: „Für RIGK ist es essenziell, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die höchste Qualitäts- und Prüfstandards erfüllen. Die Versuche bringen uns entscheidend voran auf dem Weg zu robusten und transparenten Kreislauflösungen für die Industrie.“

Durch diese Initiative festigten beide Organisationen ihre Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Standards für industrielles Recycling in Europa zu erhöhen. Dabei wird deutlich: Rückverfolgbarkeit an der Quelle, strenge Prozesskontrolle und präzise analytische Validierung sind die Grundlage für starke, glaubwürdige Kreislaufwirtschaft. Das Projekt startete mit dem klaren Ziel, Kontaminationen und flüchtige Substanzen zu eliminieren – eine Leistung, die bisherige Recyclingverfahren nicht erreichen konnten. Erste Testergebnisse zeigen, dass flüchtige Stoffe erfolgreich entfernt und Kreuzkontaminationen verhindert wurden. In den kommenden Monaten sind weitere umfassende Versuche in Zusammenarbeit mit führenden Akteuren der Branche geplant, um die Ergebnisse weiter zu validieren.

 

Weitere Informationen: 

RIGK GmbH
Mirco Gattinger
Marketing und Social Media Manager
Friedrichstr. 6
D-65185 Wiesbaden (Deutschland)
Tel.: +49 (0) 173 69774
gattinger@rigk.dewww.rigk.de
GCR Sustainable Plastic Solutions
Sandra Fernandez Freixa
Marketing and Sustainability Director
Carrer Boters s/n. Pol. Ind. Les Planes, 43717
La Bisbal del Penedés, Tarragona (Spanien)
+34 93 977 166 950sandra.fernandezfreixa@gcrgroup.eswww.gcrplasticsolutions.com