Ihre passende Verpackung mit Rezyklat­anteil:

Eine Zeitung, Kaffeetasse und eine Brille auf einem Tisch

News

21. Mai 2019

Design for Circularity

Bild: © plastship

Die Verteufelung von Kunststoffabfällen ist momentan allgegenwärtig. Neben der Abfallvermeidung ist Recycling ein Lösungsweg. Zum Glück ist in Deutschland und Europa die Entsorgung schon gut organisiert. Getrennt zurückgeführte Kunststoffe eigenen sich hervorragend für eine Wiederverwertung. Im Kunststoffrecycling wird aus Altmaterial ein Regranulat, das im weiteren Verlauf zu einem neuen Kunststoff-Produkt geformt wird. Dabei ist die Regranulatqualität der wichtigste Hinderungsgrund für den Einsatz von Recyclaten in neuen Produktanwendungen. Damit sich die Qualität von Recyclaten und damit der Einsatz von recycelten Kunststoffen in naher Zukunft signifikant erhöhen kann, sind zwei Rahmenbedingungen entscheidend.

Die erste notwendige Bedingung ist die technische Ausstattung von Recyclingbetrieben und Kunststoffverarbeitern. Nur wenn die Möglichkeiten der Technik auf einem hohen Niveau liegen, können Kunststoffe in bester Qualität recycelt und wiedereingesetzt werden. Lösungen bestehen an dieser Stelle viele und die aktuelle Ausstattung in der Recyclingpraxis befindet sich hierzulande auf einem anspruchsvollen Niveau.

Die zweite hinreichende Bedingung für eine gute Regranulatqualität liegt in der Homogenität und Qualität des Input-Materials eines Recyclers. Nur wenn ein Abfallstrom aus gut recycelbaren Kunststoffen besteht, kann das Endprodukt von hoher Qualität sein. Da Verpackungen eine äußerst kurze Nutzungsdauer aufweisen und in großen Mengen anfallen, eignen sie sich besonders gut, um die Auswirkungen der Recyclingfähigkeit auf die Regranulatqualität zu beobachten und zu beschreiben.

Bild: © RIGK

So lässt sich beispielsweise bei vielen Verkaufsverpackungen durch einfache Maßnahmen - wie das Austauschen einzelner Verpackungskomponenten - die Kontamination des Recyclates am Ende des Recyclings vermeiden. Das gleiche gilt für Industrieverpackungen und Kunststoffprodukte. Selbstverständlich ist die Wahl von Komponenten der gleichen Kunststoffsorte gut für das Recycling, kann sich aber auch negativ auf die Funktion auswirken, die ein Produkt zu erfüllen hat. Dieser Spannungszustand, welcher zwischen Anforderungen an ein Produkt und Ansprüche an die Verwertung eines Produkts besteht, kann daher von sehr vielen Faktoren abhängig sein. Denn letztendlich geht es um die Optimierung der Recyclingfähigkeit unter Beibehaltung aller gewünschten Funktionen.

Das bedeutet, dass eine Optimierung der Recyclingfähigkeit durch die Ermittlung eines Status Quo erreichbar ist. Dazu werden Produkte und Verpackungen in ihre Komponenten unterteilt und durchlaufen einen virtuellen Recyclingprozess auf Basis des aktuellen technischen Standes im Recycling. Der recyclingfähige Gewichtsanteil ist das Gewicht aller Komponenten, der im jeweiligen Stoffstrom die Basis für einen recycelten Rohstoff bildet. Dabei sind natürlich auch Faktoren wie die Trennbarkeit und Verträglichkeit einzelner Produkt- oder Verpackungskomponenten entscheidend.

Infografik
Bild: © plastship

Auf Basis dieses Status Quo, welcher bereits standardisiert prüfbar ist, lassen sich Vergleiche zwischen einzelnen Produkten und Produktkategorien aufbauen. Diese Vergleichbarkeit kann dazu genutzt werden, um Verpackungen und Produkte nach ihrer Qualität für das Recycling einzuordnen und Maßnahmen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit abzuleiten. Dazu wird der recyclingfähige Gewichtsanteil in ein Notensystem überführt (Recycling Index). Die Ergebnisse einer solchen Prüfung lassen sich ebenfalls zur Dokumentation von Verbesserungen kundenwirksam nutzen. Recycelte Kunststoffe haben zudem den Vorteil, dass deren Herstellung im Vergleich zu Neuware nur einen Bruchteil an CO2e-Emmissionen pro kg verursacht. Dies bedeutet, dass gut recycelbare Produkte und Verpackungen auch messbar dazu beitragen die Umwelt zu schonen.

Die Möglichkeiten des Kunststoffrecyclings sind komplex und für viele Kunststoffe oder Produkte aus Kunststoff bestehen Nischenanwendungen für deren Verwertung. Die Feststellung der Recyclingfähigkeit sollte daher nicht nur bedeuten, eine analytische Recyclingfähigkeit für Produkte und Verpackungen festzustellen, sondern auch aktiv Lösungen für bestehende Produkte und Verpackungen zu finden, welche bisher nicht optimal recycelt werden oder diese Lösungen zu etablieren. Wichtig ist hier auch, dass ein industriell verfügbares Verfahren an die offiziellen Stellen getragen werden, um die Recyclinglösung zentral zu dokumentieren.

Bild: © plastship

plastship prüft die Recyclingfähigkeit von Produkten und Verpackungen dank eines standardisierten Berechnungsmodells, welches es erlaubt komplette Portfolios an Produkten/Verpackungen zu zertifizieren. Dieser Ansatz schließt den Mindeststandard der zentralen Stelle Verpackungsregister mit ein (Orientierungshilfe) und erlaubt Vergleiche und Rankings zwischen verschiedenen Produkt-/Verpackungskategorien. Auf dieser Basis lassen sich solche Produkte und Verpackungen identifizieren, welche über einfache Maßnahmen zu optimieren sind. Natürlich immer unter Beachtung der Funktion eines Produkts und Kriterien aus der Kunststoffverarbeitung. plastship berät zum Einsatz von Regranulaten und löst für Kunden Problemstellungen in der Verwertung von Kunststoffen. Über die unternehmenseigene, digitale Plattform verknüpft das hessische Start-Up Angebote aus dem Kunststoffrecycling mit der Nachfrage aus der Kunststoffverarbeitung, um den perfekten recycelten Kunststoff für eine bestimmte Anwendung zu identifizieren und einen Werkstoffkreislauf von Altkunststoffen sicher zu stellen.

Hier gehts zum Erklärvideo.

Weitere Informationen:
plastship GmbH
Andreas Bastian
Geschäftsführer
Tel.: +49 151 42101053
bastian(at)plastship.com

Konstantin Humm
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